Wie­ner Neu­stadt: Ide­en­fin­dung für ei­ne de­menz­freund­li­che Bi­blio­thek

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Bibliothek im Zentrum / Foto: © FHWN
Foto: © FHWN

Bi­blio­thek im Zen­trum: Ak­ti­ve Be­tei­li­gung der Be­völ­ke­rung

Die Bibliothek im Zentrum und das Projekt „Eine Bibliothek für Alle – die demenzfreundliche Bibliothek Wiener Neustadt“ rufen die Bevölkerung von Wiener Neustadt zur Beteiligung auf.

Das Ziel des Projekts, das auch das Museum St. Peter an der Sperr und die Bürgerservicestelle einbezieht, ist, ideale Angebote für Menschen mit Demenz und Vergesslichkeit zu entwickeln.

Menschen mit Einschränkungen

Dass Gesundheit und soziale Aktivitäten zusammenhängen wurde vielen Menschen in Wiener Neustadt in den letzten Monaten noch stärker bewusst – viele haben auf soziales Miteinander verzichtet oder nur sehr reglementiert Menschen getroffen. Gerade in Zeiten der Pandemie wurde aber auch einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, Menschen mit Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen und für sie gute Bedingungen zu schaffen, damit eine soziale Teilhabe im Alltag auch gelingen kann. Das Projekt „Die demenzfreundliche Bibliothek Wiener Neustadt“ fördert daher die Möglichkeiten und die Gesundheit von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

„Soziale Aktivitäten und Gesundheit hängen zusammen, das wissen intuitiv viele Menschen. Aber dass auch Kognition, also die Fähigkeit zu planen und zu organisieren mit sozialen Aktivitäten zusammenhängt, ist nicht so bekannt. Daher ist es sehr wichtig, dass gerade Menschen mit Vergesslichkeit/Demenz Möglichkeiten an sozialen Aktivitäten teilzuhaben wahrnehmen können“ erklärt Projektleiterin Verena Tatzer.

Ideen der Bevölkerung sind gefragt

Im Projekt haben sich Führungskräfte und Mitarbeitende der Bibliothek im Zentrum, des Museums St. Peter an der Sperr und der Bürgerservicestelle in einem ersten Schritt mit Workshops zum Thema Demenz weitergebildet. Jetzt freut sich Bibliotheksleiterin Marion Götz auf Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung. „Die Bibliothek im Zentrum ist ein Ort des sozialen Miteinanders und der Bildung – wir wollen dort gezielt Menschen mit Vergesslichkeit/Demenz und deren Angehörige einladen! Den besten Input erhalten wir sicher von den BürgerInnen und NutzerInnen der Bibliothek.“

Um mit dem neuen Wissen gute Angebote für Menschen mit Demenz/Vergesslichkeit in den drei Organisationen entwickeln zu können, ist es den InitatorInnen wichtig, die Meinung und die Ideen aller BürgerInnen, die im Raum Wiener Neustadt leben, einzubeziehen. „Auch die pflegenden Angehörigen wollen wir gezielt ansprechen – diese waren besonders stark beansprucht in der Pandemie und brauchen gute Gesundheitsinformation“, erzählt Tatzer.

Ideen, Vorschläge und Gespräche

Sie alle sind herzlich eingeladen, bei der Umfrage der Bibliothek im Zentrum teilzunehmen, ihre Ideen einzubringen und über Vorschläge abzustimmen – und damit dabei zu helfen, die Stadt demenzfreundlicher zu machen. zum Online-Fragebogen

Es ist außerdem auch möglich, eine ausgedruckte Version in der Bibliothek abzugeben. Zusätzlich zur Befragung der BürgerInnen werden auch Menschen mit Vergesslichkeit/Demenz gesucht, die für Gespräche und Besichtigungen zu Verfügung stehen. Bei Interesse wenden sie sich an verena.tatzer@fhwn.ac.at.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der FH Wiener Neustadt und der Universität Wien, wird vom Fonds Gesundes Österreich gefördert, vom Institut für systemische Organisationsforschung evaluiert und läuft bis September 2022.

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