Mi­li­tär­aka­de­mie rüs­tet ge­gen Cy­ber-Kri­mi­nel­le auf

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Cyber Defence Bundesheer / Foto: Bundesheer/Carina KARLOVITS
Ein Soldat der Cyber Defence des Bundesheeres bei der Arbeit.Foto: Bundesheer/Carina KARLOVITS

Wie­ner Neu­stadt: neu­er Fach­hoch­schul-Ba­che­lor­stu­di­en­gang „Mi­li­tär­in­for­ma­ti­k“

Ein an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt eingerichtetes Entwicklungsteam arbeitet derzeit den Lehrplan für den neuen Studiengang „Militärinformatik“ aus.

Dieser sechssemestrige Fachhochschul-Bachelorstudiengang, der neben den für den Offiziersberuf erforderlichen militärischen Inhalten naturwissenschaftlich-technisches Wissen mit dem Schwerpunkt Bedrohungen und Schutz von IT-Systemen vermittelt, soll erstmals im Wintersemester 2022 starten. Pro Jahr werden zehn bis maximal 30 Studenten die Vorlesungen und Praktika, die auch Truppenoffizierslehrgänge beinhalten, durchlaufen.

Aufnahmeverfahren 2022

„Bewerberinnen und Bewerber, die am Fachhochschul-Bachelorstudiengang Militärinformatik in Wiener Neustadt interessiert sind, müssen neben der Hochschulreife auch über die allgemeine und fachliche Eignung für den Offiziersberuf verfügen“, erklärt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Nationalratsabgeordneten Douglas Hoyos-Trauttmansdorff von den NEOS. Das Aufnahmeverfahren soll im Sommer 2022 stattfinden. Zwei Spezialfächer im Studiengang Militärinformatik werden u.a. „Elektronische Kampfführung“ und „Cyber Warfare“ sein.

Cyber Defence

Cyber Defence, also die Verteidigung im virtuellen Raum, umfasst alle Maßnahmen zur Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnologie und auch alle Maßnahmen zur Abwehr von souveränitätsgefährdenden Cyber-Angriffen auf die Republik Österreich. Souveränitätsgefährdend können Cyber-Angriffe auf die militärischen IKT-Systeme sowie auf kritische Infrastrukturen oder verfassungsmäßige Einrichtungen Österreichs sein.