„Her:sto­ry“ – Au­ßer­ge­wöhn­li­che jun­ge Frau­en er­zäh­len

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Lotta Girlsbase / Foto: Verein Jugend & Kultur)
Im Triebwerk: Adrien Komaromi, Romina Göbner, Martina Gröschl (Auftrieb), Tamara Panzenböck, Sara Telek, Vanessa Gruböck, Cornelia Fichtinger (Rumtrieb)Foto: Verein Jugend & Kultur)

Jun­ge Frau­en be­rich­te­ten über ih­ren be­ruf­li­chen Wer­de­gang.

Schiedsrichterin? Werkzeugbautechnikerin oder Metallverarbeitungstechnikerin? Berufsorientierung einmal anders versprach die Lotta Girlsbase (Plattform für Mädchenarbeit in NÖ) der Jugend- und Suchtberatungsstelle Auftrieb und lud am 23. Jänner alle Mädchen des Polytechnischen Lehrganges Wiener Neustadt ins Triebwerk ein zu „Her:story – außergewöhnliche junge Frauen erzählen“.

Schiedsrichterin? Werkzeugbautechnikerin oder Metallverarbeitungstechnikerin? Berufsorientierung einmal anders versprach die Lotta Girlsbase (Plattform für Mädchenarbeit in NÖ) der Jugend- und Suchtberatungsstelle Auftrieb und lud am 23. Jänner alle Mädchen des Polytechnischen Lehrganges Wiener Neustadt ins Triebwerk ein zu „Her:story – außergewöhnliche junge Frauen erzählen“.

Traumberuf, Klischees und Vorurteile

Beginnend mit einer beeindruckenden und lustigen Performance zum Thema Traumberuf, Klischees und Vorurteile im Berufs- und Alltagskontext von Schauspielerin Inge Kovacs und einer musikalischen Darbietung einer jungen Singer/Songwriterin Emma Kreska (15), wurden fünf junge Frauen aus Wiener Neustadt und Umgebung auf die Bühne gebeten.

Zahlreiche Interviews

In Interviews erzählten Sara Telek, (Fußballspieler- Schiedsrichterin und Moderatorin) Romina Göbner (Bautechnikerin), Tamara Panzenböck (Lehrling als Werkzeugbaubautechnikerin Firma Hirtenberger) Vanessa Gruböck, (Maschinenbauchtechnikerin) und Adrien Komaromi (Metallverarbeitungstechnikerin) über ihre unterschiedlichen Berufswege, Ausbildungen, positive und negative Erfahrungen auf ihrem Weg dorthin. Die Gäste gaben weiters durch Fotos, Videos oder Werkstücke anschaulich Einblicke in ihre Arbeit und konnten vielleicht bei der einen oder anderen Polyschülerin Interesse wecken, einen Rollen untypischen Beruf auszuprobieren.

Fragen wie „Was macht man genau als Bautechnikerin oder Schlosserin – ihren typischer Tagesablauf – Ausbildungswege, sowie Hürden und Verdienstmöglichkeiten als Frau?“ wurden geklärt und mit vielen Bilder und Geschichten untermalt.

Persönliche Gespräche

Nach den Kurzinterviews „on stage“ wurde den Schülerinnen ermöglicht, die Frauen auch hautnah backstage kennenzulernen und persönliche Fragen in Kleingruppen zu stellen.

In diesem intimeren Setting kam es zu viel detaillierteren Erzählungen und konkreten Tipps zur Bewerbung an die Mädchen, sowie Erlebnisse des Berufsalltags und lustige wie unangenehme Anekdoten aus der Berufsschulzeit. Die Teilnehmerinnen waren zu Beginn sehr zurückhalten, mit zunehmender Begeisterung stellten sie mehr und mehr interessierte Fragen.

Durch den persönlichen, direkten Zugang und die Präsenz der Gäste auf der Bühne aber auch im Einzelsetting mit den Frauen, konnte Berufsorientierung auf einer ganz anderen, praktischen Ebene begreifbar gemacht werden und wird auch nächstes Jahr fixer Bestandteil der Lotta Mädchenarbeit sein.