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Forschungszentrum ACMIT erhält rund 10 Mio. Euro Förderungen

Wiener Neustadt: Medizintechnik-Forschungszentrum sichert sich Top-Förderungen von Bund und Ländern

Dieser Artikel wurde vor 8 Jahren veröffentlicht.

Medizintechnik-Forschungszentrum ACMIT / Foto: Gerald Tschank
DI Dr. Gernot Kronreif, wissenschaftlicher Leiter des ACMIT, Landesrätin Dr.in Petra Bohuslav, ACMIT-Geschäftsführer Dipl. Ing. Nikolaus Dellantoni, Technopol-Manager DI Rainer GotsbacherFoto: Gerald Tschank

Basierend auf der Empfehlung eines internationalen Fachgremiums werden Bund und die Länder Niederösterreich sowie Tirol das COMET-K1 Forschungszentrum ACMIT am Technopol Wiener Neustadt fördern.

Bei einem Gesamtbudget von 21,2 Millionen Euro für vier Jahre werden der Bund rund 6,36 Millionen Euro, das Land Niederösterreich rund 2,2 Millionen Euro und Tirol rund eine Million Euro fördern, da 30 Prozent der Firmenpartner-Beiträge aus Tirol kommen. Hierbei handelt es sich um die vierte Ausschreibung für COMET K1-Zentren.

“Fokus auf Marktumsetzung”

„Der Ausbau der Technologie- und Innovationskompetenz ist ein zentrales Element der niederösterreichischen Wirtschaftsstrategie. Im Rahmen dieser Kernstrategie unterstützen wir besonders Forschung und Entwicklung mit besonderem Fokus auf Marktumsetzung. […] Herzliche Gratulation an das Team von ACMIT und alles Gute für die nächsten Jahre“, freut sich Landesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Start vor 11 Jahren im TFZ

Das Kompetenzzentrum ACMIT, Austrian Center for Medical Innovation and Technology, startete im Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt vor über elf Jahren Forschungsarbeiten im Bereich miniaturisierter mechanischer Systeme und hat sich dann kontinuierlich in Richtung Medizintechnik weiter entwickelt. Seit dem Jahr 2010 ist ACMIT ausschließlich im Bereich chirurgischer Technologien für die minimal invasive Medizin tätig und arbeitet an multifunktionellen Instrumenten, Medizinrobotiksystemen, Sensorik und angewandter Optik. Übergeordnetes Ziel ist es, die medizinische Versorgung zu verbessern, operationsbedingte Traumata zu reduzieren, die Sicherheit der Patienten zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten der Behandlung zu verringern.

Mechatronik und Medizinrobotik

Mit dem genehmigten Budget wird ACMIT speziell Herausforderungen im Bereich der mechatronischen chirurgischen Instrumente und der Medizinrobotik in Angriff nehmen. Ein wesentlicher Aspekt der geplanten Forschungstätigkeit ist die nahtlose Integration von optischen Sensorsystemen in chirurgische Instrumente und Prozesse. Prozessoptimierungen bei der Anwendung der Therapie ergeben sich durch Einführung neuer software-basierter Unterstützungssysteme, wie z.B. präoperative Planungssysteme mit integrierten Systemen zur Entscheidungsunterstützung sowie auch intra-operative Entscheidungshilfen, die unmittelbar gewonnene Informationen berücksichtigen.

Die Anwendung neuartiger Konzepte aus dem Bereich der „additiven Fertigungsverfahren, wie z.B. 3D-Drucktechnik“ bildet einen weiteren wichtigen Baustein im Hinblick auf das neue Forschungsziel „personalisierte Therapie“. Die Berücksichtigung von Aspekten aus dem Bereich „Human Factors Engineering“ sorgt für eine effiziente Überführung neuer Medizintechnologien in die tägliche Praxis und liefert einen weiteren wichtigen Beitrag zu den übergeordneten Zielen von ACMIT.

Vernetzung als Erfolgsfaktor

„Innovationen im medizinischen Bereich erfordern ein interdisziplinäres Zusammenwirken von Medizin und Technik unter Berücksichtigung regulativer Prozesse. Besonders die aktive Beteiligung in internationalen Netzwerken ist von hoher Bedeutung. Gerade hier kann das Kompetenzzentrum mit den exzellenten Leistungen der letzten sechs Jahre punkten“, so ACMIT-Geschäftsführer DI Nikolaus Dellantoni. Aktuell beschäftigt ACMIT 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit 65 wissenschaftlichen und Firmenpartnern zusammen – mehr als die Hälfte dieser Partner kommen aus dem Ausland.

Rahmenbedingungen für die Forschung optimieren

„Mit dem Technopol-Programm unterstützen wir seit 2004 aktiv die Vernetzung der Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen. Dabei haben wir immer ein offenes Ohr für die Wünsche und Bedürfnisse der Expertinnen und Experten und bauen auf eine kontinuierliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Forschung. Denn nur mit Innovationen können wir den Wirtschaftsstandort in eine prosperierende Zukunft führen“, so ecoplus-Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki.

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