Einsatz im Höllental: Bergung eines Sattelzugs auf Brücke

Foto: LKW-Bergung im Höllental
Foto: Presseteam Feuerwehr Wiener Neustadt

Spektakulärer Einsatz der Feuerwehr Wiener Neustadt im Bezirk Neunkirchen

Großes Glück hatte gestern (14.11.2017) ein Lkw-Fahrer im Gemeindegebiet Naßwald im Bezirk Neunkirchen. Aus unbekannter Ursache stürzte ein mit Steinbruchsand beladener Sattelzug auf einer Brücke über die Schwarza um und durchbrach das Brückengeländer. Während der Aufleger über die Brücke hing und abzurutschen drohte, verfing sich das Führerhaus am Straßenrand und verhinderte so ein gänzliches abstürzten.

Dieser Umstand rettete dem Lenker vermutlich das Leben. Die Feuerwehr Wiener Neustadt unterstützte die örtliche Feuerwehr mit dem schweren Kranfahrzeug.

Absturzgefahr: Glück im Unglück

Der Sattelzug kam seitlich zu liegen. Dem Lenker gelang es trotz Verletzungen, noch selbst aus der Fahrerkabine kriechen. Er wurde vom Rettungsdienst versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die örtlich zuständige Feuerwehr Naßwald, welche gegen 11.30 Uhr an der Einsatzstelle eintraf, veranlasste neben vorläufiger Sicherungsmaßnahmen des Lkws auch die Alarmierung des Kranfahrzeuges der Feuerwehr Wiener Neustadt.

Nach dem Eintreffen der Feuerwehr Wiener Neustadt musste der Sattelzug erst durch zwei weitere Seilwinden gesichert werden und anschließend wieder auf die Brücke gehoben werden. Die Bergung selbst erfolgte dann ebenfalls durch den 48 Tonnen Kran und war sehr aufwändig. Der gesamte Bergeeinsatz dauerte fast sechs Stunden. Die Feuerwehr Wiener Neustadt stand neben dem großen Kranfahrzeug noch mit vier weiteren Fahrzeugen im Einsatz.

Kranfahrzeug mit großem Einsatzgebiet

Die Feuerwehr Wiener Neustadt verfügt für derartige Einsätze über einen 48 Tonnen schweres Kranfahrzeug. Damit können Lasten bis 55 Tonnen gehoben werden. Das Kranfahrzeug wird vom Landesfeuerwehrverband gestellt und von der Feuerwehr Wiener Neustadt betrieben. Der Kran kann von Feuerwehren und Behörden im Bedarfsfall angefordert werden. Haupteinsatzgebiet ist das südliche Niederösterreich und Teile des Burgenlandes.

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