FPÖ gegen Roigk-Hallen als Notschlafstelle für Flüchtlinge

Foto: Roigk-Hallen
Die "Serbenhalle" in Wiener Neustadt wird zu einem Notquartier für Flüchtlinge umfunktioniert. Foto: Wolfgang Glock, Wikimedia (CC BY 3.0)

Wiener Neustadt: FPÖ kündigt Kampfmaßnahmen an

In einer Presseaussendung von gestern kündigt die FPÖ Kampfmaßnahmen an, da die Stadt unter dem „massivem Ausländeranteil leidet“.

Landbauer: „mit Asylwerbern überflutet“

„Jetzt wird auch Wiener Neustadt mit Asylwerbern überflutet, die Roigk-Halle soll ja schon in den nächsten Tagen als Unterbringungsstelle für mehr als 300 Menschen zur Verfügung stehen“, kritisiert FPÖ-LAbg. Udo Landbauer. „Dagegen verwehrt sich die FPÖ massiv, denn die Stadt leidet bereits jetzt unter einem massiven Ausländeranteil. Es wird mit Sicherheit Kampfmaßnahmen geben!“

Das Durchgriffsrecht des Bundes macht es möglich, dass Asylwerber bis zu einer gewissen Anzahl jederzeit in den Gemeinden untergebracht werden dürfen. „Genau das passiert gerade auch in Wiener Neustadt! Unsere Stadt soll jetzt vollends überschwemmt werden. Ein weiterer Anstieg an fremdländischen Menschen ist nicht mehr zumutbar“, ärgert sich Landbauer.

Kein klassisches Flüchtlingsheim

Die Roigk-Hallen werden allerdings nicht als stetige Bleibe betrieben werden, sondern als ein Notquartier, das bezogen wird, wenn an anderen Standorten Bettenknappheit herrscht.

Roigk-Hallen waren KZ-Außenstelle

Die heutigen Roigk-Hallen haben ihren Ursprung in der „Raxwerkhalle“ und wurden in den 40er Jahren zu Rüstungsproduktion herangezogen. Da die Rüstungsproduktion einer hohen Geheimhaltung unterlag, setzte man für die Arbeit Häftlinge des KZ Mauthausen ein, die Raxwerkhalle wurde in Folge zu einer Außenstelle des Konzentrationslagers Mauthausen.

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