Sicherungsmaßnahmen an der historischen Stadtmauer in Wr. Neustadt

Foto: Sanierung Stadtmauer
Foto: Wiener Neustadt/Weller

Betroffener Teil der Stadtmauer ist nicht „historisch“

Diese Woche macht ein Video der SPÖ Wiener Neustadt im Web die Runde. Auf das Video mit dem Untertitel „So geht man also mit der Wiener Neustädter Geschichte um?! Für ein Hotel im Stadtpark zerstört man die Kultur dieser wunderschönen Stadt?! Wir sind entsetzt!“ folgen erwartungsgemäß viele wütende Reaktionen.

Heute meldet sich die Stadt zu Wort. In der Aussendung informiert der Magistrat der Stadt Wiener Neustadt über aktuell laufende Sicherungsarbeiten an der Wiener Neustädter Stadtmauer:

Sanierung in Abstimmung mit Bundesdenkmalamt

Gegenüber vom Hotel Corvinus gibt es einen Teil der Stadtmauer, welcher im Zweiten Weltkrieg – höchstwahrscheinlich durch einen Bombentreffer – zerstört wurde. Dieser Teil der Stadtmauer wurde mit Schuttmaterial ausgemauert, ist also nicht historisch. Nun haben Statiker festgestellt, dass dieser Mauerteil statisch nicht mehr standsicher ist. „Gefahr in Verzug“ ist gegeben. In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt wurde verfügt, diesen nicht-historischen, nicht-standsicheren Teil abzureißen. Mit diesen Arbeiten wurde gestern begonnen. In weiterer Folge soll dieser Teil der Stadtmauer wieder aufgemauert sowie verstärkt werden, um die Standsicherheit zu gewährleisten.

Aufwertung der Stadtmauer

„Außerdem wird es im Zuge der laufenden Projekte im Stadtpark rund um die Revitalisierung der Kasematten und die Errichtung des Hilton-Hotels zu einer Aufwertung der historischen Stadtmauer kommen. Diese wird unmittelbar entlang einer Promenade begehbar sein, was bislang nicht möglich war.“,  so die Presseaussendung der Stadt.

Hitzige Diskussionen

Christian Hoffmann, Präsident des Wiener Neustädter Denkmalschutzverein: „Die zum Teil recht hitzig geführte Diskussion in den sozialen Medien zeigt uns, wie sehr die Denkmäler und die Geschichte Wiener Neustadts die Menschen in der Stadt beschäftigen. Eine offenere Kommunikation und schnellere Information mit und für die Bürger der Stadt ist dringend nötig und bei Arbeiten dieser Art nur zu empfehlen. Das Aufstellen von Bautafeln mit Plänen und einem Projektablaufplan vor Ort und auch im Internet eine weitere Empfehlung des Wiener Neustädter Denkmalschutzvereins.“

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