FH-StudentInnen bauen Mini-Satelliten für „Projekt QB50“

Foto: Projekt Pegasus
Arbeiten gemeinsam an Pegasus: Dr. Carsten Scharlemann, Projektleiter und Studiengangsleiter Aerospace Engineering an der FH Wiener Neustadt, Univ.Prof.Dr. Franz Kerschbaum vom Institut für Astrophysik der Universität Wien, Michael Taraba vom ÖWF und DI Dominik Kohl, Präsident des TU Space Teams. Foto: FHWN

Unter der Leitung der FH Wiener Neustadt arbeiten StudentInnen verschiedener Institute an dem österreichischen CubeSat „Pegasus“.

Bei der Pressekonferenz am 21. Jänner präsentierte die Fachhochschule Wiener Neustadt gemeinsam mit dem Space Team der TU Wien, dem Institut für Astrophysik der Universität Wien und dem Österreichischen Weltraum Forum das Projekt Pegasus.

Bereits im Mai 2013 gestattete die Fachhochschule im Rahmen der Aerospace-Night ein paar Einblicke in das Projekt Pegasus und andere Projekte der Weltraumtechnik. Im Jänner 2016 wird der österreichische CubeSat Pegasus als Teil eines Netzwerks von Kleinsatelliten im Rahmen von Projekt QB50 starten.

Gemeinsam werden sie über mehrere Monate hinweg die oberen Schichten der Erdatmosphäre erkunden. Zusätzlich zu den koordinierten Aufgaben im „Schwarm“ bringt Pegasus auch noch eigene Experimente mit in den Erdorbit.

Start im Jänner 2016

„Pegasus ist Teil des internationalen Projektes QB50. Wenn er im Jänner 2016 gemeinsam mit 49 weiteren Kleinsatelliten startet, hat der 10 x 10 x 20cm große CubeSat eine zweijährige Entwicklungs- und Bauphase hinter sich. Das kommende Jahr wird geprägt sein von der Herstellung und den Qualitätstests der einzelnen Satellitenkomponenten. Danach ist Pegasus bereit für die Startzulassung“, fasst Dr. Carsten Scharlemann den Zeitplan zusammen. Dr. Scharlemann leitet den Masterstudiengang Aerospace Engineering der Fachhochschule Wiener Neustadt und ist Projektleiter von Pegasus.

„Kernstück des Projektes QB50, zu dem auch unser Satellit gehört, ist die Beteiligung von Studierenden. Sie erhalten die seltene Gelegenheit, schon während ihrer Ausbildung an einem echten Raumfahrt-Projekt vom Anfang bis zum Ende mitzuarbeiten“, betont Univ.Prof.Dr. Franz Kerschbaum vom Institut für Astrophysik der Universität Wien.

Erforschung der Thermosphäre

PEGASUS wird im Netzwerk der insgesamt 50 CubeSats die Thermosphäre in ca. 200 – 380 km Höhe erforschen. Derzeit ist nur sehr wenig über diesen wichtigen Teil der Erdatmosphäre bekannt, der uns vor energiereicher, also gesundheitsschädlicher Strahlung schützt. „Es wurden noch nicht viele Forschungsmissionen in dieser Höhe geflogen. Die Reibung der Thermosphäre bringt jeden Satelliten nach wenigen Monaten zum Absturz. Setzt man also einen großen und daher teuren Satelliten ein, hat man eine kurze, aber kostspielige Mission“, erläutert Michael Taraba vom ÖWF.

Weitere Informationen zum Projekt Pegasus

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