Wiener Neustadt: Volksschulklassen in der „Waldschule“

Foto: Waldschule
Astrid Leeb (Direktorin der "Waldschule", li.), Landesrätin Barbara Schwarz und Bürgermeister Klaus Schneeberger mit "Waldschul"-Kindern. Foto: Magistrat

Neuer Volksschulstandort in den Räumlichkeiten der Waldschule

Die Stadt Wiener Neustadt plant am Areal der Waldschule einen neuen Volksschulstandort einzurichten. Die erste Klasse soll ab dem Schuljahr 2016/2017 in Betrieb gehen. Dieses  Projekt wurde heute im Zuge einer Pressekonferenz von Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger in der Waldschule angekündigt.

Intensive Betreuung in Kleinklassen

Derzeit werden in der Waldschule – einer Sonderschule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in körperlicher oder/und geistiger Hinsicht – rund 100 Schüler in 19 Klassen unterrichtet. Kleinklassen und Kleingruppen ermöglichen eine intensive Betreuung, unterstützt von einer Psychologin, von Sozialpädagogen, Therapeuten, Therapiehelfern und den Diplomschwestern des angeschlossenen Heimes mit medizinisch-therapeutischer Rehabilitation.

„Wiener Neustadt setzt mit diesem neuen Volksschulstandort an der Waldschule einen zukunftsweisenden Schritt in Richtung gelebtes soziales Miteinander und zur weiteren Öffnung von Bildungseinrichtungen für Kinder mit Behinderungen“, freut sich Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz über dieses Projekt.

Standort bietet ideale Voraussetzungen

„Die Vorteile dieses neuen Volksschulstandortes liegen auf der Hand: Das große Areal inmitten des Föhrenwaldes bietet ausreichend Platz für eine Volksschule mit den Schwerpunkten Bewegung und Ökologie, die bestehende Infrastruktur von Hallenbad bis Küche bietet alle Voraussetzungen für eine ganztägige Schulform. Kooperative Unterrichtseinheiten von Volksschule und NÖ Landessonderschule sollen das soziale Miteinander fördern“, erklärt Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger.

„Schülerinnen und Schüler der Volksschule werden an diesem Standort gemeinsam mit den Kindern der Waldschule die Möglichkeit haben, ihre Handlungs- und Sozialkompetenzen zu erweitern. Projekte wie diese, die Vielfalt als Ressource erkennen, sind besonders unterstützenswert“, so Schwarz und Schneeberger.

SchülerInnen-Einschreibung NEU

In diesem Zusammenhang wies Bürgermeister Schneeberger darauf hin, dass auch die SchülerInnen-Einschreibung in Wiener Neustadt heuer gänzlich neu organisiert wurde. „Erstmals arbeiten hier die Bildungseinrichtungen Kindergarten und Volksschule engstens miteinander zusammen. Dafür haben wir heuer den Spieß umgedreht: Nicht die Kinder kommen in die Volksschulen zur Schuleinschreibung, sondern die LehrerInnen kommen in den Kindergarten. Hier können die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung und in spielerischer Form von Kindergarten- und VolksschulpädagogInnen gemeinsam auf den Schuleintritt vorbereitet werden. Letztere erhalten durch die spielerischen Situationen und in der direkten Kommunikation ein viel umfassenderes Bild über die Kompetenzen und Stärken der künftigen Schulkinder, und die Kinder können schon Vertrauen zu ihrer zukünftigen Lehrerin aufbauen“, so Schneeberger.

Auch die Landesrätin zeigt sich begeistert von diesem Konzept: „Die Kinder werden auf diese Weise ganz spielerisch auf den Schuleintritt und auf neue Bezugspersonen vorbereitet. Und das Übergangsportfolio, das im Kindergarten mit jedem Kind im letzten Kindergartenjahr erarbeitet wird, kommt hier voll zum Einsatz.“

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